Kontakt | Sitemap | Impressum

Jugend

Gewalt hat in den 90er Jahren in Deutschland zugenommen. Die Fälle wurden mehr, Täter wurden jünger und die Wahrnehmung von Auseinandersetzungen unter Kinder und Jugendlichen stieg.

Ein neuer Weg war die Ausbildung von Jugendlichen zu Konfliktvermittlern. Sie stehen als Gleichaltrige für Gespräche ihrer streitenden Mitschüler zur Verfügung. Sie arbeiten zum Teil in eigenen Büros und sind durch die Öffentlichkeitsarbeit in der Schule und darüber hinaus sehr bekannt. Diese Rolle verleiht Kinder- und jugendlichen Mediatoren eine positive Autorität und eine einflussreiche Stellung.

Eindrucksvoll ist die Anzahl der bisher ausgebildeten Jugendlichen für diese Tätigkeit. Mit bis zu 60 Stunden Training sind es pro Schule 20 Jugendliche und jedes Schuljahr kommen in Hamburg 2000 neue Experten in Sachen Streitkunde dazu. Über die Jahre wächst dort eine neue Generation heran für die der Weg zur Mediation genauso selbstverständlich ist, wie zur Beratung bei einem Rechtsanwalt oder zu anderen unterstützenden Personen. Mitschüler, Eltern, Lehrer wie auch Menschen aus dem Umfeld der Schule können die sogenannten Streitschlichter ansprechen und bekommen eine Vermittlung für den Streit unter Kindern und Jugendlichen. Zwischen Kindern und Erwachsenen wie auch zwischen Erwachsenen vermitteln sie nicht. Wenn Gewalt im Spiel ist oder eine gravierende Regelverletzung, sind nach wie vor ebenfalls die Erwachsenen wie Lehrer, Schulleiter oder aus der Polizei gefragt.
Die vielen Fälle die durch Mediation an Schulen inzwischen bewegt werden, verändern unsere Schulkultur- wie auch inzwischen generell unsere gesellschaftliche Streitkultur.

zurück zum Seitenanfang